Aschacherbahn
Mit 1. Jänner 2024 übernahm die Schiene OÖ GmbH & Co KG die Aschacherbahn – Österreichs jüngste Privatbahn. Die rund 20 km lange Strecke verbindet Haiding und Aschach an der Donau und kreuzt im Bahnhof Eferding die Linzer Lokalbahn (LILO). Mit der Übernahme sind der betriebliche Erhalt, die Wartung der Anlagen und Gebäude samt Reinvestitionen sowie die laufende Instandhaltung gesichert. Damit ist der Güterverkehr zwischen Haiding und Aschach/Donau langfristig abgesichert und zugleich der Spielraum geschaffen, die Strecke als leistungsfähige Mobilitäts- und Logistikachse gemäß Mobilitätsleitbild OÖ 2035 weiterzuentwickeln.
Der Güterverkehr ist die wirtschaftliche Basis der Aschacherbahn. Die Bahnanbindung ist ein wichtiger Standortfaktor für die regionale Lebensmittel- und Rohstoffversorgung. So wird etwa die AGRANA Stärke GmbH täglich bedient. Auch bei Störungen der B129 (z. B. Hochwasser oder Unfälle) bleibt die Versorgung der Region über die Schiene möglich. So stärkt die Aschacherbahn die Ausfallsicherheit der Infrastruktur im Sinn der österreichischen Sicherheitsstrategie 2024.
Ausbau Öffentlicher Verkehr
Die langfristigen Ziele gemäß Mobilitätsleitbild OÖ 2035 sind: Wiederaufnahme des Personenverkehrs im Abschnitt Eferding – Aschach; Einbindung in das LILO Netz durch Verlängerung der Linie S5; Umbau & Modernisierung Bahnhof Eferding mit dem Ziel eines stabilen Taktbetriebs; Elektrifizierung des Abschnitts Eferding – Aschach (ca. 8 km) mit oberösterreichischem Ökostrom; Langfristige Einbindung ins System Regional Stadtbahn Linz.


Einbindung in Regional-Stadtbahn-System
Mit der Verlängerung der S5 von Eferding nach Aschach an der Donau wird das Einzugsgebiet der Linzer Lokalbahn erweitert. Das Eferdinger Becken erhält damit eine attraktive Direktverbindung in den Zentralraum Linz. Die Aschacherbahn ist ein wichtiger Baustein im größten Infrastrukturprojekt Oberösterreichs, dem Ausbau der Regional-Stadtbahn Linz. Zur Sicherung eines stabilen Taktangebots wird der Bahnhof Eferding bis 2030 zu einer modernen Mobilitätsdrehscheibe weiterentwickelt – im Einklang mit den Zielen des 2019 beschlossenen Attraktivierungspakets für den Regionalzugverkehr.
Trimodale Perspektive – Schiene, Straße, Donau
Direkt im Anschluss an den Bahnhof Aschach besteht eine Gleisverbindung zum Hafen Aschach. Damit ist eine trimodale Anbindung von Schiene, Straße und Wasserstraße grundsätzlich vorhanden. Als Ergänzung zum Ennshafen wird derzeit geprüft, ob der Hafen Aschach für einen erweiterten Güterumschlag weiterentwickelt werden kann.

Projektvorhaben im Überblick
Grunddaten & Streckenprofil
- Name: Aschacher Bahn (auch: Aschacherbahn)
- Strecke: Haiding (Abzweig von Wels–Passau) – Eferding – Aschach an der Donau
- Länge: ca. 20,5 km
- Spurweite: Normalspur (1.435 mm)
- Betriebsform: eingleisig, derzeit nicht elektrifiziert
- Höchstgeschwindigkeit: bis 65 km/h
- Kreuzung: Linzer Lokalbahn (LILO) im Bahnhof Eferding
- Aktuelle Nutzung: Güterverkehr (AGRANA Stärke GmbH); Ausbau in Vorbereitung
Aktueller Status
- Planung der Modernisierung des Bahnhofs Eferding läuft
Das Land Oberösterreich prüft die Wiederaufnahme des Personenverkehrs zwischen Eferding und Aschach, einschließlich Elektrifizierung, im Kontext des Mobilitätsleitbild OÖ 2035
